Über Silvester war unser aller Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee wieder im Zugspitzland. Und wie ich schon vermutet hatte, hat er auch heuer wieder das Verkehrsproblem im Werdenfelser Land nicht erkannt.
Aber er hat zugesichert, alles zu tun, damit der Kramertunnel trotz Klagen noch vor der Ski-WM 2011 gebaut werden kann. Das ist ja schon mal was. Auch für uns, wenn es denn was hilft.
Nachdem der letztjährige Kurzbesuch unseres Bundesverkehrsministers damals schon ein bisserl Wirbel verursacht hat, traut sich Wolfgang Tiefensee auch dieses Jahr wieder ins Zugspitzland. Gestern Abend wurde er im Eishockey beim SCR in Garmisch-Partenkirchen gesehen.
Morgen wird er sich dann sicher das Neujahrsskispringen von der neuen Garmisch-Partenkirchner Sprungschanze anschauen. Schade, dass ich ihm kein VEO-Transparent von der Zuschauertribüne aus ins Gesicht halten kann.
Und so wird dann am Mittwoch in der Presse wieder allerbestens zu lsesen sein, dass Tiefensee mit Schmid und Kühn gesprochen hat, dass der Kramertunnel so richtig wichtig ist, und Oberau wird er immer noch nicht ernst nehmen. Schade.
Aber vielleicht hat er wenigstens ein paar schöne erholsame Tage über den Jahreswechsel.
Raumordnungsverfahren für Ortsumfahrung Garmisch-Partenkirchen mit Kramertunnel abgeschlossen
Das vereinfachte Raumordnungsverfahren für die geplante Verlegung der Bundesstraße 23 zur Ortsumfahrung von Garmisch-Partenkirchen mit dem 3,6 Kilometer langen Kramertunnel ist abgeschlossen.
Die Woche ist mal wieder viel zu schnell dahingerauscht. Eigentlich wollte ich noch einen ganz langen Bericht zur Bürgerversammlung in Garmisch-Partenkirchen schreiben. Aus Zeitmangel jetzt eine kurze Zusammenfassung.
Da ich Thomas Schmid schon lange mal wieder hören wollte, und mich der Kramertunnel von Haus aus interessiert, kam mit die Bürgerversammlung in Garmisch gerade recht, beide Interessen zu verbinden. Ich weiss nicht, wie viele Menschen in den großen Saal vom Kongresshaus passen, der war so ungefähr zwei Drittel voll. Ich meine, für Garmisch waren das zu wenige Interessenten, aber die Garmisch-Partenkirchner sind ja für ihre eher passive Art bekannt.
Eingeführt in die Veranstaltung hat ein in bester Laune agierender Thomas Schmid. Seine Art zu reden ist schon nicht wirklich schlecht. Frisch, frei, er hat schon was.
Den ersten Größeren Programmpunkt erledigte dann Herr Grafwallner vom Staatlichen Bauamt Weilheim (ehemals Straßenbauamt Weilheim). Er erläuterte die Kramertunneltrasse anhand vieler Powerpoint-Folien und brachte allerhand Zahlen dazu. Das ganze war sehr spannend und gut aufgemacht. Auch die Einwände des Bund Naturschutz brachte er vor und deren Lösungsmöglichkeiten.
Dann durften die Herrschaften der Bürgerinitiative 2Tunnel sowie die Herren des Bund Naturschutz ihre Sicht der Dinge darlegen. Ich bin wirklich nicht gegen Naturschutz. Aber bei diesem Thema sollte man die Kirche im Dorf lassen und von einer Klage Abstand nehmen. Das Projekt Kramertunnel ist zu wichtig für Garmisch-Partenkirchen und die gesamte Region. Gut, vielleicht hat sich der eine oder andere Igel an der zukünftigen Trasse niedergelassen, aber man darf nicht ganz vergessen, dass es sich um den Abschnitt beim Tierheim um ehemalige Schuttabladeplätze und Übungsgelände für militärische Zwecke handelt.
Am Schluss beantwortete Thomas Schmid noch diverse Fragen, einige Frauen vom Elternbeirat der Krankenhausschule wollten ihn noch auseinandernehmen, das hat mich aber nicht mehr wirklich interessiert.
Zwei Videos vom Abend hab ich noch, im einen erwähnt Thomas Schmid Oberau, das andere hat historischen Wert: