So, angekündigt hatte ich das ja schon mal. Auch wenn es mir unangenehm ist, aber jetzt kommts. Ich brauch was von Euch. Eure Stimme. Am 2. März 2008 bei der Wahl zum Gemeinderat in Oberau. Liste 2, Platz 1, Christian Allinger.
Seit zehn Jahren schreibe ich meine Meinung, das Medium Internet ist ideal dafür, frei von jeglichen Einflüssen ausserhalb die eigenen Gedanken zu veröffentlichen. Und das mache ich. Ohne jemandem Rechenschaft ablegen zu müssen, ohne Geld mit meinen Berichten zu verdienen. Und ohne Parteibrille. Der Oberau-Blog ist überparteilich und unabhängig. Und das soll auch immer so bleiben.
Durch mein Engagement im Ort, nicht nur hier im Internet, bin ich irgendwann einmal in der Kommunalpolitik gelandet. Bei der letzten Gemeinderatswahl vor sechs Jahren bin ich erfolgreich gescheitert und verfehlte den Einzug in das Oberauer Rathaus.
Vor drei Jahren bin ich dann durch das freiwillige Ausscheiden von Dr. Helmut Lambertz, Chefarzt im Klinikum Garmisch-Partenkirchen, nachgerückt. Seitdem darf ich die Gemeinderatssitzungen auch im nichtöffentlichen Teil verfolgen.
Und ich muss sagen, es macht mir Spaß, meine Meinung und meine Erfahrungen im Kommunalparlament mit einzubringen. Beruflich in der Energieversorgung tätig, sind gerade Projekte wie Wasserversorgung oder Kläranlagenerweiterung, bei denen es auch richtig um Geld geht, äusserst spannend. Und es ist schön, wenn man Ahnung hat, von den Dingen, über die man redet.
Mittlerweile bin ich Vater geworden und geniesse diese Eigenschaft. Meine Sichtweise hat sich aber auch durch diese Änderung in meinem Leben verändert. Durch Kinderwagenschieberei komme ich in Kontakt mit zu hohen Bordsteinkanten, Chaos-Parkern und wahnsinnigen Rasern im Ortsbereich. Und der Kindergarten interessiert mich noch viel mehr als zuvor.
Für mich stand es ausser Frage, dass Arbeit im Gemeinderat Teamarbeit ist. Über die Fraktionen hinaus. Dass ich ganz schön naiv bin das nicht immer so ist, habe ich dann relativ schnell gelernt. Kurz nach meiner Amtseinführung durfte ich das äusserst bedenkliche Thema "Golfplatzerweiterung" mit erleben. Das jetzt gerade durch den Bürgermeisterkandidaten Georg Mayr ausgiebig ausgeschlachtet wird. Ich war damals zufrieden, dass ich dabei war, und dieses Vorhaben unter diesen Umständen mit gekippt habe. Mir ging es damals auch um Naturschutz, um Erholungsgebiete und Privilegien, die sich einige wenige herausnehmen möchten. Aber vor allem ging es mir darum, dass eine Entscheidung über die Kultivierung eines riesigen Erholungsgebiete, welches momentan von allen genutzt werden kann, nicht von 0,5% der Oberauer Bevölkerung in geheimer Sitzung getroffen werden kann. NIE. Vor solchen Entscheidungen will ich IMMER VORHER EURE Meinung abfragen. Die Meinung der Oberauer Bürger, denen der Lebensraum Loisachtal wichtig ist.
Wie gesagt, damals war ich froh, als das Thema vom Tisch war, jetzt muss ich sagen, wenn ich länger dabei gewesen wäre, hätte ich als Abschluss der ganzen Sache die Veröffentlichung der Beratungsergebnisse gefordert. Das wäre mir zugestanden. Aber im ersten Jahr der Karriere macht man das glaub ich nicht gleich.
Georg Mayr, Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler war zu der Zeit schon ein alter Hase im Gemeinderat. Und er (und auch alle anderen) hat die Veröffentlichung nicht schriftlich beantragt. Jetzt, zwei Jahre später wird das Thema im Wahlkampf ausgeschlachtet, das finde ich nicht gut. Das kommt zu spät und ist meiner Meinung nach reine Berechnung und ein Mittel zum Zweck, um jemandem zu schaden. Das stell ich mir unter Politik nicht vor.
Im Großen und Ganzen war die Zeit im Gemeinderat bisher allerdings eher positiv für mich. Klar, am Anfang ist es viel Zeug, mit dem man konfrontiert wird, aber da wächst man rein. Ich will weiter machen. Meine Eigene Meinung vertreten, fair und erfolgreich im Gemeinderat mitarbeiten.
Für den Oberau-Blog ist meine Arbeit im Gemeinderat natürlich nur von Vorteil, ich kann alles an Informationen, was ich bekomme, an EUCH weitergeben. Und werde das auch in Zukunft tun. Hier gibt es die Transparenz, von der die die anderen reden. Schon lange. Sogar das Golfplatzthema wurde zwischen den Zeilen in der Bilderwelt von mir angerissen...
Jetzt wurde der Text ungefähr zehnmal so lange, wie ich wollte, ich hab viel zu viel geschrieben. Und jetzt muss ich zum Ende kommen. Nein, ich fordere Euch jetzt nicht auf, Euer Kreuz am 2. März bei irgendeiner Partei zu machen, das hat hier nichts zu suchen. Aber in Eurem Interesse und natürlich in meinem Interesse, immer wieder geniale Berichte zu verfassen, bitte ich Euch darum, egal, wo Ihr Euer Listenkreuz macht, gebt mir Eure Stimme.
3 Stimmen auf Liste 2 Platz 1. Christian Allinger.
Mehr will ich nicht. Bedenkt dabei, dass ich bei der letzten Wahl nicht gleich reingekommen bin, sicher durch den vorderen Listenplatz ist mein Sitz nicht. Und bitte beachtet meine Hinweise zur Wahl, nicht dass Euer Stimmzettel ungültig wird.
Und jetzt verschone ich Euch mit dem leidigen Thema Wahlkampf. Ich kann Euch versichern, dass der in Form einer Stellungnahme spätestens Übermorgen wieder aus Eurem Briefkasten lacht... Und am 3. März sind wir dann alle wieder Freunde.
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